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Kunst mit Licht inszenieren: Vom neutralen White Cube zum theatralischen Auftritt
Galerien und Museen präsentieren Kunst sehr unterschiedlich – von nüchtern bis dramatisch. Neben Architektur Inszenierung der Exponate prägt vor allem das Licht die Atmosphäre. Dr. Thomas Schielke und Stephanie Grosse-Brockhoff von ERCO zeigen, wie Beleuchtung zwischen neutraler Präsentation und ausdrucksstarker Inszenierung wirkt.

Dulwich Picture Gallery‚ ‘Rembrandt's Light’ London. Dramatische Inszenierung durch Strahler. Lichtplanung: Peter Suschitzky. Fotograf: Gavriil Papadiotis.
Neutrale Kunstpräsentation
Diffuses, gleichmäßiges Licht schafft Ruhe und einen kontemplativen Charakter – ähnlich dem weichen Atelierlicht. Wandfluter erzeugen eine homogene Helligkeit, wodurch Werke und Raum eine harmonische Einheit bilden. Besonders großformatige Bilder profitieren von dieser ruhigen, klaren Wirkung.
Dramatische Inszenierung
Kontraste lenken den Blick: Fokussierte Lichtkegel heben einzelne Werke hervor, dunkle Wandfarben verstärken Tiefe und lassen die Umgebung zurücktreten. So entsteht ein theatralischer Auftritt, der Kunst emotional auflädt.
Kunst schützen
Beleuchtung muss konservatorischen Vorgaben entsprechen. Tageslicht birgt durch hohe UV-Strahlung Risiken. Moderne warmweiße LEDs mit minimalem UV- und ohne IR-Anteil schützen Oberflächen und reduzieren Farbverlust.
5 Tipps für Museen und Galerien
– Inszenieren: Homogene Flutung oder klare Akzente setzen
– Flexibel bleiben: Stromschienen & wechselbare Optiken nutzen
– Konservatorisch denken: Dimmbare, eher warmweiße LEDs mit geringem Schädigungspotenzial wählen
– Effizienz beachten: Hohe Lichtausbeute und effiziente Optiken sparen Kosten
– Sehkomfort durch gute Entblendung
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The Twist/Kistefos, Jevnaker: Ebenmäßige Lichtwirkung durch ERCO Wandfluter und Strahler. Architektur: BIG Bjarke Ingels Group, Kopenhagen. Lichtplanung: Light Bureau, Oslo. Fotgraf: Tomasz Majewski.

Louvre Lens: Subtile Betonung von Objekten in von Tageslicht durchflutetem Raum. Architektur: SANAA, Tokio. Lichtplaner: Arup, London. Fotograf: Iwan Baan.